Heimat- und Geschichtsverein Neu-Anspach e.V.
Heimat- und Geschichtsverein           Neu-Anspach e.V.

Das Archiv

Jetzt ist alles gut sortiert

SAMMLUNG Heimat- und Geschichtsverein stellt neues Archiv vor.

Keine regelmäßigen Öffnungszeiten, aber Terminabsprachen möglich

NEU-ANSPACH - (ugo). Seit der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins am 27. März 1992 haben sich eine Menge an Dokumenten, Bildern und historischen Gegenstände angesammelt. Irgendwann waren die Lagermöglichkeiten in den Privathaushalten der Vorstandsmitglieder erschöpft, vor allem nach Herausgabe der zahlreichen Publikationen (insgesamt wurden acht verschiedene Bücher veröffentlicht). Man stand vor der Aufgabe, einen geeigneten zentralen Ort zu finden, in dem die Dinge sicher untergebracht werden konnten.

Eine Zeit stand dem Verein der Keller eines historischen Gebäudes im Hessenpark zur Verfügung, allerdings waren die klimatischen Bedingungen dort nicht optimal. Die Suche ging weiter. Durch Bau des neuen Rathauses und der darauf folgenden Aufgabe des Verwaltungsgebäudes gegenüber ergab sich 2013 die Chance, hier Räumlichkeiten zu bekommen. Dem Antrag bei der Stadt wurde stattgegeben unter der Maßgabe, dass der Heimat- und Geschichtsverein dort auch das Stadtarchiv verwaltet.

Mit Peter Kögeböhn fand sich ein versiertes und interessiertes Vereinsmitglied, das diese Aufgabe gerne übernahm. Der rege Rentner bringt die erforderlichen logistischen Fertigkeiten mit. Er alleine hätte aber die Herausforderung, vor der der Verein nun stand, nicht bewältigen können. Vorsitzender Heinz Henrici konnte sich aber auf fast 20 weitere Helfer verlassen. Zunächst einmal wurde gründlich renoviert und die Regale aufgebaut. Dann begann der Umzug. Nachdem Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Unterlagen des Stadtarchivs, die in Hausen-Arnsbach lagerten, gesichtet und in Kartons verstaut und zur Bahnhofstraße gebracht hatten, war der Schreck zunächst groß, berichtet Gründungsmitglied Erich Heuss. Aber die Kisten mussten nicht in das Dachgeschoss getragen werden, der Bauhof war mit einem Dachdecker-Aufzug vor Ort.

Insgesamt hat es 800 Helferstunden gebraucht, bis alles vorbereitet, die Dokumente sortiert und eingeräumt waren. 50 Meter, schätzt Vorsitzender Henrici, auf vier Etagen. Die schwersten Exemplare, die Stockbücher aus allen vier Stadtteilen, sind so gewichtig, dass sie nur quer in die Regale gelegt werden konnten.

Aber nun ist es geschafft und „zur Feier des Tages“ lud der Heimat- und Geschichtsverein die Stadtverwaltung ein, sich das Ergebnis einmal anzuschauen. Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) war sichtlich beeindruckt, aufgeräumt hatte er das neue Stadtarchiv noch nicht gesehen. Übersichtlich sind die Dokumente aufgereiht, das älteste übrigens kommt aus Rod am Berg und datiert das Jahr 1668. Auch Neues kommt immer wieder dazu, der jüngste Zugang ist ein Rechnungsbuch, ebenfalls aus Rod am Berg über das Jahr 1918/19.

Das Stadtarchiv ist räumlich abgegrenzt zum Archiv des Vereins, der seine Dokumente nun noch mittels EDV erfasst und digitalisiert.

Wer die beiden Archive besuchen möchte, kann dies mit dem Heimat- und Geschichtsverein vereinbaren, regelmäßige Öffnungszeiten gibt es derzeit nicht. Nächste Veranstaltung des Vereins ist der Rundgang durch Anspach mit Prof. Dr. Eugen Ernst am 24. Oktober, Treffpunkt 14 Uhr vor der evangelischen Kirche. Um Voranmeldung wird gebeten (Heinz Henrici, Telefon 06081/7733).

 

 

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