Heimat- und Geschichtsverein Neu-Anspach e.V.
Heimat- und Geschichtsverein Neu-Anspach e.V.

Ein historischer Rundgang durch Rod am Berg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe für das Jahr 2015 des Heimat- und Geschichtsvereins Neu-Anspach stand am Samstag der historische Rundgang auf dem Programm. Trotz wenig einladendem Wetter waren doch viele Neu-Anspacher gekommen, um mit dem Rod am Berger Ehepaar Ilse und Edgar Weber auf eine Zeitreise durch den Ortskern des ältesten Stadtteils Neu-Anspach zu gehen. Start war am ehemaligen Rat-und Feuerwehrhaus in der Dorfmitte. Dann schlossen sich die ehemaligen „Kommunikationszentrale“, der ehemalige Gasthof „Schreinersch“ und die meistens mit attraktivem Fachwerk geschmückten Nachbarhöfe um die Kirche an.  

Was diese Exkursion besonders auszeichnete, waren die Geschichten, lustiger, aber auch dramatischer Art, die drohen in Vergessenheit zu geraten, aber auch vielen Besuchern bis heute unbekannt waren. Immer wieder wurden alte Bilder der heute umgebauten oder bereits verschwundenen Bauten, Höfe, Brunnen, Gemeindewaage, Milchsammelstelle, usw.  zur besseren Veranschaulichung präsentiert. Besonders zu statten kam, dass mit Edgar Weber ein waschechter, ein in Rod am Berg geborener „Graling“, vieles aus eigenem Erlebten zum Besten gab. Der Geschichte des Schulwesens, es waren bis zum kompletten Übergang in die Adolf Reichwein Schule insgesamt drei verschiedene Gebäude, in denen die Kinder des Kirchspiels Rod am Berg, Dorfweil, Brombach und Hunoldstal zusammen in einer Klasse unterrichtet wurden, wurde ein besonderes Augenmerk geschenkt. Auch Doris Ernst, man kann sagen, sie ist das lebende Geschichtsbuch Rod am Bergs, gab insbesondere bei dem eigenen Anwesen einen guten Einblick in die bewegte Vergangenheit. Selbstverständlich wurde auch dem wohl ältesten Gebäude Rod am Bergs, der Kirche ein Besuch abgestattet. Während Edgar Weber in der Kirche die geschichtlichen Ereignisse in und um die Kirche erläuterte, war es Ilse ein persönliches Anliegen, noch einmal auf die Verdienste des jüngst verstorbenen Seelsorgers Alfred Mudersbach einzugehen. Er hatte auch maßgeblichen Anteil an der Umgestaltung des Gotteshauses in eine einladende Begegnungsstätte auf die die Rod am Berger wirklich sehr stolz sein können.

Dass der Rundgang im Klassenzimmer, in dem alle Klassen letztmalig zusammen unterrichtet wurden, endete, war bezeichnend für diesen Ausflug in die Geschichte Rod am Bergs. Es ist heute der Gastraum der „Bergschänke“ der Familie Höck, alle Gäste befinden sich noch auf dem Originalfußboden der letzten Schule. Für Alteingesessene, aber auch für Bürger, die hier eine neue Heimat gefunden haben, gab dieser Rundgang einen  ausgezeichneten Einblick in Vergangenheit des ältesten Stadtteils Neu-Anspachs.

Hinweis für unsere nächste Veranstaltung:

Samstag, 26. Sept. 2015, Halbtagesfahrt mit dem Bus nach Frankfurt/M, Thema: „Auf den Spuren von J.W.v. Goethe“, Referent: Prof. Ernst, Fahrtkostenzuschuss von 15 € pro Teilnehmer wird im Bus kassiert. Abfahrt ist um 13 Uhr an der Volksbank, Abschluss im „Rädchen“ in Seckbach. Rückankunft in Neu-Anspach ca. 19.30 Uhr. Vorabanmeldungen bitte bei Heinz Henrici, T. 06081 7733, oder Daniela Born-Schulze T. 06081  41345 oder Gerhard Schmück T. 06081 42038.

 

 

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© Daniela Born-Schulze / HGV-Neu-Anspach e.V.