Heimat- und Geschichtsverein Neu-Anspach e.V.
Heimat- und Geschichtsverein           Neu-Anspach e.V.

Bundesverdienstkreuz für                            Prof.Dr. Eugen Ernst

Landrat Ulrich Krebs verleiht Professor Eugen Ernst das Bundesverdienstkreuz

Der Hessenpark ist sein Lebenswerk

Von Nadine Riepe

Landrat Ulrich Krebs (links) überreichte gestern Abend Professor Dr. Eugen Ernst die hohe Auszeichnung. Zu den Gratulanten gehörte auch Peter Hartherz

(Foto rechts), der stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises des Hessenparks

Fotos: Saltenberger

Neu-Anspach. Ohne ihn gäbe es den Hessenpark in Neu-Anspach nicht. Professor Dr. Eugen Ernst hat sich viele Jahre lang für das Projekt engagiert und Anspach erhielt schließlich dank seines Einsatzes den Zuschlag.

Kein Ort könnte daher passender sein als das Freilichtmuseum, um ihm, seinem Initiator, Anerkennung für sein Lebenswerk zu zollen. Gestern Abend erhielt Professor Ernst im Landhotel „Zum Hessenpark“ aus den Händen von Landrat Ulrich Krebs (CDU) das Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, wie es in vollständiger Bezeichnung heißt. „Sie haben sich viele Verdienste um den Taunus erworben“, sagte der Landrat. Für Ernst habe immer festgestanden, dass Heimatgefühle alleine nicht ausreichten, sondern auch Engagement für die Gestaltung dieser Heimat nötig sei. Dabei nimmt die Liste an Funktionen und Titeln, die Ernst im Laufe seines Leben erfüllt hat, gar kein Ende. Sie reicht von Geograf über Historiker, Didaktiker und Kirchenmusiker bis zum Kommunalpolitiker. Und er habe den Schritt von der Theorie in die Praxis nicht gescheut, betonte Krebs und führte die politische Arbeit – von der Gemeindevertretung bis zum Kreistag –, aber auch die didaktische im Hessenpark an, der als lebendiges

Museum eine wichtige Bildungsaufgabe erfülle.

„Wenn man nicht weiter weiß, dann fragt man einfach mal den Professor.“ Mit diesen Worten umschrieb Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU), wie sehr Ernst geschätzt wird. Der Professor – das sei ein stehender Begriff in Anspach. Erst jüngst bei der Verleihung der Stadtrechte zeigte sich Ernst dort wieder mit einer glänzenden und unterhaltsamen Rede.

Und auch an diesem, seinen Ehrenabend, kamen die Gäste – Familie, Freunde, Mitstreiter – in den Genuss einer profunden Abhandlung über die Bedeutung des Bundesverdienstkreuzes, das er nunmehr bereits an seinem Sakko trug. Verdienst habe nichts mit dem zu tun, was in die Lohntüte passe. Er selbst habe die pekuniäre Seite meist ganz aus den Augen verloren. „Doch ich war meist mit dem Ertrag meines Tuns

zufrieden, jedoch selten von Stolz erfüllt.“ Und so führte er auch die Auszeichnung gar nicht allein auf sein Handeln und Wirken zurück, sondern dankte vielen guten Mitarbeitern, seiner Familie und besonders seiner Frau Erika, „die mir den Rücken freigehalten hat“. Er hatte schließlich stets zusätzlich zu seinem Beruf – er war zuletzt mehr als 20 Jahre Professor für Geografie an der Gießener Universität – stets zahlreiche weitere Ämter und Aufgaben. Die umfangreichste war sicher die zehnjährige Planung des Hessenparks (1968-1978),

dessen Leitung er dann auch in den ersten Jahren übernahm. Von 1975 bis 2007 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises des Hessenparks, nunmehr ist er Ehrenvorsitzender.

Außerdem verfasste er zahlreiche Luftbild- und Blidtextbände, Beiträge zur Lokal- und Regionalgeschichte und vieles mehr. Wie groß die Zustimmung für den verliehenen Orden bei den Gästen war, zeigten die Gratulanten. Manfred Schmück, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins betonte bei seiner Gratulation: „Nach unserer Meinung hätte dir die Auszeichnung schon vor langer Zeit zugestanden.“ Für den Förderkreis des Hessenparks sprach der stellvertretende Vorsitzende Peter Hartherz anerkennende Worte. Außerdem

gratulierte Bernd Zahn, Geschäftsführer des hessischen Immobilienmanagements, in dessen Zuständigkeit auch der Hessenpark fällt. Und nicht zuletzt schüttelte sein langjähriger Freund und Weggefährte Kurt Höser ihm die Hand. Für die Musik an diesem Abend sorgte die eigene Familie: Sohn Ulrich und die beiden Enkel des Geehrten: Mona und Leonard.

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